Dass diese radikale Streichung von Windkraftanlagen im Hochtaunuskreis mit dem Argument des Naturschutzes in Naherholungsgebieten und der Erhaltung von „Sichtbeziehungen“ begründet wird, hält Gabriele Klempert von der Königsteiner SPD für ein Scheinargument: „Mit der Genehmigung von Sendemastanlagen ist die CDU weit weniger pingelig. Immerhin genehmigte sie an der Bundesstraße 8 im Naturpark Taunus, direkt vor den Toren Königsteins und unmittelbar neben einer Herz-Klinik einen weithin sichtbaren Sendemast. Hier zählte der Profit, nicht die Natur und nicht der Mensch. Ähnliches gilt für die zahllosen Elektromasten in der Landschaft, an die man sich auch hat gewöhnen müssen“.
„Würde man wenige Kilometer weiter an derselben Bundesstraße, z. B. auf der Billtalhöhe, eine Windkraftanlage einrichten, wäre das zwar ebenfalls kein schöner Anblick, aber ein guter Beitrag für den Klimaschutz, eine sichere Energiequelle und nebenbei noch eine hübsche Einnahme für die Stadt“, ergänzt auch der Fraktionsvorsitzende Thomas Villmer die Debatte.
„Fakt scheint mir“, so Gabriele Klempert, „dass die CDU mit dieser Entscheidung wieder die Atomkraft gefördert wissen will. Dabei wird vergessen, dass es erstens bis heute keine Lösung zur Lagerung des Giftmülls gibt, zweitens eine große Abhängigkeit gegenüber den Uranlieferanten besteht und drittens ein Unfall in den Anlagen nie ganz auszuschließen ist. Die bislang in der Öffentlichkeit bekannt gewordenen Störfälle in Biblis sind dafür ein eindeutiges Warnsignal“.
„Atomkraft kontra erneuerbarer Energie? Auch wenn die Windkrafträder nicht schön sind, wir müssen sie nutzen, bevor es zu spät ist.



