
Eine neue Chance für einen Abbau des Sendemastes an der Sodener Straße sehen die Königsteiner Sozialdemokraten mit der Einreichung einer Petition an den Hessischen Landtag und sammeln dafür am Samstag, den 19. April in der Fußgängerzone Unterschriften.
Den Abbau des Sendemastes halten die Königsteiner Sozialdemokraten für möglich, seitdem sie im Internet auf den Ort Herschdorf gestoßen waren. Auch dort waren, wie in Königstein, alle juristischen Mittel ausgeschöpft, den Sendemast wieder los zu werden. Den Durchbruch aber schaffte eine Bürgerinitiative mit einer Petition an den Thüringer Landtag. In Erfurt gab man den Herschdorfern Recht und so wurde der Sendemast im November 2007 wieder abgebaut.
„Diesen Weg sollten wir auch versuchen“ meint Gabriele Klempert von der SPD und hofft auf eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung. „Es ist für alle Königsteiner nicht hinnehmbar, dass die Stadt Bad Soden, auf deren Gelände der Sendemast steht, die Nutzungsgebühren der Firma O2 kassiert und den Königsteinern gesundheitliche Gefahren und alle weiteren Nachteile direkt vor die Haustür setzt, die sie auf ihrem eigenen Gelände niemals gestatten und ihren Bürgern niemals zumuten würde.
Diese Ungerechtigkeit wollen wir mit einer Petition an den Hessischen Landtag in Wiesbaden wieder aus der Welt schaffen. Eigentlich kann jeder Bürger, der sich ungerecht behandelt fühlt, eine Petition einreichen. Aber je mehr Menschen ihn dabei unterstützen, umso mehr Gewicht hat sie.
Für einen Abbau und damit für den Erfolg einer Petition sprechen nicht nur die gesundheitlichen Gefahren, die von einem Sendemast in unmittelbarer Nähe eines Wohngebietes und einer Klinik ausgehen. Positiv im Sinne Königsteins könnten auch Argumente wirken, die im Bereich der Zumutbarkeit einer Kurstadt und eines Landschaftsschutzgebiet liegen.
Diese hat Gabriele Klempert in einer Broschüre zusammengefasst, die ab heute bei den Apotheken: „Alte -Apotheke“ in der Limburger Straße und „Burg- Apotheke“ in der Frankfurter Straße zusammen mit Unterschriften ausliegen. Dort kann man seine Unterschrift auch abgeben.