Unsere Beobachtungen zum Spar-Verhalten seiner Partei zeigen jedoch das Gegenteil, meint Thomas Villmer, schließlich habe die CDU jahrelang und auch unter der Führung Dr. Wiesehöfers die erheblichen Ausgabensteigerungen und Verluste zu verantworten. Als Beispiel des schlechten Finanzmanagements sei hier aus der jüngsten Vergangenheit neben anderen Aktivitäten der übereilte Ankäufe des "Gasselink-Grundstücks" und "Offiziersheim" zu nennen. Nicht zu vergessen sind auch die schlechten Bilanzen der stadteigenen GmbHs wie Kurbad, Krankenhaus, Stadtwerke, deren Defizite sich über Jahre angesammelt haben, ohne dass die CDU-Vertreter die Notbremse zogen.
Dass die SPD das Angebot des Kreises als bislang unzureichend betrachtet, darf nicht verwundern, schließlich ist dieses Angebot nur recht unverbindlich und kann darum keineswegs als Sicherheit für den Spielbetrieb des Fußballclubs betrachtet werden.
Zu bedenken ist auch, dass es der mehrheitlich von der CDU regierte Landkreis war, der dem Spielbetrieb des 1. FCK die Duschen und Umkleidekabinen unter den Füßen entzogen hat, woraufhin alle Königsteiner Parteien entschieden hatten, schnellstens für Ersatz zu sorgen, kritisiert Hartmut Paulsen, die nun eingetretenen Verzögerungen und fehlenden verbindlichen Zusagen. Außerdem bleibt es dem Landkreis unbenommen dem Verein direkt einen Ersatz für den Verlust zu finanzieren. Schließlich ist es den Duschen und Umkleiden egal, ob sie sich in einer zur Renovierung anstehenden Kreissporthalle oder gleich nebenan befinden. Entscheidend ist: sie werden benötigt, und zwar schnell, wenn der Spielbetrieb mit 16 Mannschaften auch im Winter am Leben gehalten werden soll.
Auffällig an den Sparmaßnahmen von Dr. Wiesehöfer ist, dass er besonders an Projekten z. B. für Vereine und Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen und Familien Sparsamkeit einfordert. Dies hat sich in den jüngsten sogar auch in den Reihen der CDU herumgesprochen. Schließlich werden auch in CDU-Kreisen, bzw. deren Wählerschaft überfällige Projekte wie die Sanierung des "Haus der Begegnung" und ein zuverlässiger Spielbetrieb des 1.FCK als unbedingt notwendig erachtet.
Eine Rückfrage in den eigenen Reihen seiner CDU kann hier Aufklärung bringen. Mit Spannung wird die SPD darum die konkreten Sparvorschläge der CDU anlässlich der kommenden Haushaltsberatungen verfolgen.



