"Wie kann sich Dr. Wiesehöfer beschweren, die vorgetragenen Präsentationen zum Sanierungskonzept des HdB reichten nicht aus, wenn die CDU bei den Präsentationen gar nicht oder nur höchst selten anwesend war? Dabei haben sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft bei der Erarbeitung eines Sanierungskonzezptes, unterstützt von ausgewiesenen Fachleuten, viel Mühe und Arbeit gemacht.
Stattdessen präsentiert Wiesehöfer gebetsmühlenhaft seine vermeintlich "knallharten Argumente" die außer er selbst niemand wirklich kennt" stellt Paulsen fest.
Die von Wiesehöfer und Noack ins Feld geführten angeblichen Alternativen bestehen nur aus groben Notizen. Bis heute liegt von dem Führungsduo nicht ein einziges auch nur näherungsweise seriöses Konzept vor. Stattdessen boykottiert man lieber durch Fernbleiben der Beratungen den Bürgerwillen.
Das Gleiche gilt für die Nutzungs- und Finanzierungskonzepte. Wenn Wiesehöfer meint, die jetzige Kostenkalkulation sei nicht haltbar, weil die Kosten früherer Königsteiner Bauvorhaben immer exorbitant gestiegen seien, dann lautet die Antwort, dass die CDU über viele Jahre nicht aufgepasst hat. Jetzt planen Profis, das ist der Unterschied. Eine Kostensteigerung kann wegen gestiegener Preise möglich sein, eine Kostenexplosion nicht. Grundlage für den vorliegenden Finanzierungsplan ist der von Bürgermeister Helm in Aussicht gestellte Verkauf des nordöstlich des HdB angrenzenden Areals, was die Aufnahme von Fremdmitteln überschaubar macht.
Auch das CDU-Argument hoher Folgekosten ist durch nichts begründet. Sie beziffern sich nicht höher als sie derzeit sind und könnten sogar gegen Null gehen, wenn das "Niedrigenergie-Denkmal- und Modellprojekt HdB" bundesweit von sich Reden machen wird.
Das HdB nur wegen des angeblich zu großen Saales gegen eine massenweise anzutreffende Billig-Architektur einzutauschen, die vermutlich sogar teurer sein dürfte als das Sanierungsmodell der KfW, entbehrt jeden Gespürs für Kultur.
Das Sanierungsvorhaben des HdB hängt nun von der Zustimmung des Parlaments ab. Es bleibt zu hoffen, dass eine Versachlichung der Beratungen dazu beiträgt, das Haus der Begegnung zu retten. Damit wäre das Ziel gesichert, eine Stadthalle und ein bedeutsames Denkmal zu erhalten.
Wo Wiesehöfers Alternativen einen Gewinn an Attraktivität erkennen lassen, ist und bleibt sein Geheimnis.



