Die Kritik der ALK zur Plakatierungsflut anläßlich der Bundestagswahl mag ja in dem einem oder anderen Fall berechtigt sein. Für die SPD trifft sie keinesfalls zu. Die Sozialdemokraten haben ihre Bundestagswahl-Plakatierung mündlich mit dem Ordnungsamt geklärt und vereinbart.
Die SPD stellt dem Ordnungsamt sogar ausdrücklich ein Lob aus, denn es hatte ganz unbürokratisch und darum effizient einen Rundruf an alle Parteien durchgeführt, indem es die Anzahl der Plakate auf 50 Exemplare beschränkt wissen wollte, was die SPD auch einhielt.
Leider lehnte es Bürgermeister Fricke im Vorfeld der Wahl ab, die Parteien an einen Tisch zu bringen, um gemeinsame Vereinbarungen zur Plakatierung zu treffen.
Die ALK muß sich allerdings fragen lassen, ob ihre Einlassung vielleicht damit zu tun hat, dass sie bei überregionaler Politik keine Präsentation in Anspruch nehmen kann und ihre Kritik bereits in Richtung Plakatierung zum Bürgermeisterwahlkampf zielt, in dem sie bislang noch nicht aktiv wurde.
Die Bürgermeisterkandidatin Gabriele Klempert hat versichert, dass sie so sparsam wie möglich ihre Veranstaltungs- und Präsentations-Plakate aufstellen wird. Sie werde mich strikt an die Regeln des Ordnungsamtes halten, so die Kandidatin, aber es sei doch wohl erlaubt, auf Veranstaltungen hinzuweisen. Was Plakate allerdings erst unschön wirken läßt, sind nicht die Plakate selbst, sondern die sichtbare Zerstörungswut mancher Zeitgenossen.