Der Alleingang Bürgermeister Frickes, mit der privaten Unterstützung der Fraktionsvorsitzenden der CDU, Katja Metz, den Bolzplatz vom Burghain zur Probe in die Hubert-Faßbender-Anlage zu verlegen war schon ein Husarenstück. Doch damit nicht genug, nun kommt dieses Husarenstück zur Abstimmung. Aber wehe, denn alle, die gegen des Bürgermeisters Probelauf „Bolzen im Park“ die Hand erheben, werden den Verdacht der Kinderfeindlichkeit zu ertragen haben.
Hier wird mit verdeckten Karten gespielt, vermutet die Vorsitzende der Königsteiner SPD, Gabriele Klempert. Denn eigentlich will Bürgermeister Fricke nur erreichen, dass an Stelle des jetzigen Bolzplatzes hinter dem Schloß für die Rathausmitarbeiter ein Parkplatz gebaut werden kann.
Doch statt dies klar zu sagen, steht nun der Probe-Bolzplatz in der Faßbender-Anlage zur Abstimmung. Und wenn Bürgermeister Fricke darüber hinaus auch noch das Bolzen auf grünem Rasen als Argument für diese ach, so kinderfreundliche Kick-Genehmigung ins Feld führt, hat er wohl nicht gesehen, oder nicht sehen wollen, dass ein solcher Rasen nach wenigen Tagen kein Rasen mehr ist, so wie die Anlage keine Anlage mehr sein dürfte.
Würde es dem Bürgermeister und seiner Helferin Katja Metz wirklich um einen schönen Bolzplatz für die Jugend gegangen sein, würde man diesen lassen wo er ist, nämlich am Burghain und außerdem auch noch etwas renovieren. Darüber hinaus steht noch die vom Stadtparlament verabschiedete Prüfung aus, inwieweit die vorhandenen Parkplätze am Gericht durch weitere zu ergänzen sind.
Alles zusammen wäre eine solche Entscheidung sowohl kinderfreundlich als auch für die Parkplatzsuchenden erträglich und auch die Parkanlage bleibt Parkanlage. Darüber hinaus ist vielleicht auch der eine oder andere Mitarbeiter des Rathauses bereit, sein Auto etwas weiter ab zu parken und nimmt zugunsten der einkaufenden Bevölkerung einen kleinen Fußweg durch die Anlagen der Stadt gern in Kauf.