Mit Sorge sehen die Königsteiner Sozialdemokraten die Konzeptlosigkeit, mit der ALK, CDU und FDP nach dem jüngsten Stadtverordnetenbeschluss die Sanierung des Kurbades in den Griff bekommen wollen.
Mit Sorge sehen die Königsteiner Sozialdemokraten die Konzeptlosigkeit, mit der ALK, CDU und FDP nach dem jüngsten Stadtverordnetenbeschluss die Sanierung des Kurbades in den Griff bekommen wollen.
Sowohl die Nutzungsfragen als auch die Frage, woher die Gelder für den enormen Sanierungsbedarf herkommen sollen, hätten seit Jahren gestellt werden müssen, wurden aber bis heute weder von der Kur GmbH noch von den städtischen Gremien nachhaltig beantwortet.
Im jetzigen Nachtragshaushalt werden Verlustübernahmen der vergangenen Jahre von über 865.000 € bereit gestellt werden müssen, unter anderem, weil man es versäumte, die aufgelaufenen Fehlbeträge beizeiten zu veröffentlichen. Wäre das geschehen, hätte man dieses defizitäre Wachstum vielleicht aufhalten können, beklagt der Stadtverordnete der SPD Stefan Kilb und moniert die fehlende Finanz-Transparenz der KurGmbH gegenüber den Bürgern. Mehrjährige Jahresfehlbeträge zwischen 760.000 und 780.000 € sprechen kaum für ein kaufmännisch solides Management.
Dazu gehört auch die Frage, so Kilb, wie man die täglich anfallenden Defizite mittel- und langfristig ausgleichen will und mit welchen Maßnahmen man die Erträge, bei gleichzeitiger Minimierung der Kosten im laufenden Betrieb, stabilisieren kann.
Bevor man sich bereits mit baulichen Gedankenspielen beschäftigt, muß die Frage erlaubt sein, ob nach jahrelangen Fehlentscheidungen hier nicht private Betreiber und/oder Investoren erfolgreicher sind, denen man dann allerdings auch alle weiteren Planungen überlassen sollte, zumal potentielle Kurbadnutzer attraktivere Angebote inzwischen anderswo gefunden haben dürften.
Wenn nun, wie von einer Erleuchtung befallen, die FDP Überlegungen anstellt, wie man das Kurbad zu neuer Blüte treiben könnte, kann wirklich Neues nicht dabei herauskommen. Das Kurbad darüber hinaus mit einer Stadthalle in einen Topf zu werfen, ist für die SPD ebenfalls nicht akzeptabel und geht an den Bedürfnissen einer Stadt wie Königstein vorbei. Darüber hinaus das HdB für eine seit Jahren defizitäre Kur zu verschleudern ist für die SPD nicht akzeptabel.
Mit dem Sanierungsfall Kur will man wieder einmal den zweiten Schritt vor dem ersten machen, beklagt auch der Fraktionsvorsitzende Hartmut Paulsen und fordert zu allererst ein Gesamtentwicklungskonzept für die Stadt, um zu klären, welche Bedeutung und Aufgabe die Kur, oder moderner ausgedrückt, aber in der Sache dasselbe, ein ”Wellness-Zentrum” haben kann.
Das Kurbad kann nicht Selbstzweck sein, sondern nur Mittel zum Zweck, um Königstein als Kur- oder Gesundheitsstadt in der Region zu behaupten. Diese Grundorientierung zu geben, ist die Politik aufgefordert, doch diese politische Entscheidung fehlt leider in dem der Stadverordnetenversammlung vorgelegten und beschlossenen FDP-Antrag.
Bereits unter der Hand geäußerte Planspiele, wie das Schwimmbecken zu einer Halle umzubauen, das Außenbecken mit einem beweglichen Dach auszustatten, um dann irgendwie auch noch Vereinsräume im Haus unterzubringen, zeugen zudem von wenig Weitsicht und Professionalität in der Sache.
17.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Schneidhain
19.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Kultur-, Jugend- und Sozialausschuss
20.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Falkenstein
24.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Mammolshain
26.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Bau- und Umweltausschuss
03.09.2026, 19:00 Uhr - 22:30 Uhr Stadtverordnetenversammlung
01.10.2026, 19:00 Uhr - 22:30 Uhr Stadtverordnetenversammlung
19.10.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Schneidhain
21.10.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Kultur-, Jugend- und Sozialausschuss
22.10.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Falkenstein