Guter Start in die heiße Phase des Wahlkampfs

Veröffentlicht am 02.09.2013 in Presse

Luftballons für den Wechsel

Einen guten Start in die heiße Phase des Landtags- und Bundestagswahlkampfes erwischte die Königsteiner SPD am Samstag. An ihrem Stand in der Hauptstraße ergaben sich zahlreiche Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern, die Fragen zu den Wahlprogrammen stellten und der SPD - je nach eigener Position - aus kritischer Distanz oder in wohlwollend freundlicher Haltung begegneten.
Dann bekräftigte die SPD mit einer gelungenen Aktion ihren Wunsch nach dem Wechsel in Bund und Land. Rote Luftballons mit der Aufschrift „Wechsel“ stiegen auf und verbreiteten diese Botschaft, dass es Zeit ist für eine Wende zu mehr Orientierung am Gemeinwohl, besserer Bildung, besserer Finanzausstattung der Gemeinden, damit dort mehr getan werden kann für Infrastruktur, Kinderbetreuung, erschwinglichen Wohnraum, nicht zuletzt für junge Familien, Normalverdiener und ältere Menschen.

Am Nachmittag besuchte der Landtagskandidat der SPD, Manfred Gönsch, Königstein. Bei Kaffee und Kuchen ergaben sich Fragen zu zahlreichen Politikfeldern. Seine Botschaft „Gerechtigkeit macht stark“ konnte er an zahlreichen Beispielen erläutern. Sein Vortrag hob sich wohltuend von den üblichen Wahlkampfversprechungen ab. Für Mindestlohn sprach er sich aus und gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse, die heute zu Mindereinnahmen der Sozialversicherungskassen und später zu Altersarmut führen. Den Einwand, damit werde doch die Tarifautonomie ausgehöhlt, konterte er souverän mit dem Hinweis auf bestimmte Branchen, in denen die Beschäftigten und ihre Gewerkschaften so wenig Verhandlungsmacht besitzen, dass der Gesetzgeber in die Tarifbestimmungen eingreifen muss – zum Wohle aller. „Das sehen übrigens auch vernünftige Unternehmer der Region so, sogar solche, die der Union angehören“, erklärte Manfred Gönsch dem Königsteiner Publikum.
Professionelle, kompetente frühkindliche Betreuung statt „Betreuungsgeld“, war eine weitere wichtige Botschaft. Hier sei das staatliche Engagement weitaus wichtiger als in der Finanzierung einer fragwürdigen Privatuniversität, die eigentlich gar nicht gebraucht werde und dann auch noch mit den öffentlichen Geldern in einer Weise umgehe, die einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss nötig mache.
Weitere Fragen der ausführlichen und engagierten Diskussion betrafen die Tarifpolitik des Landes den Länderfinanzausgleich, regionale Verzerrungen in der kommunalen Finanzausstattung, den Flughafen mit der schwierigen Balance zwischen den Belangen der wirtschaftlichen Entwicklung und dem Ruhebedürfnis der angrenzenden Gemeinden, die berufliche Bildung, die Wohnungswirtschaft und Wohnformen für ältere Menschen. Auf vielen dieser Themen konnte die SPD und ihr Kandidat den Besuchern der Veranstaltung deutlich machen: „Wir Sozialdemokraten haben die besseren Konzepte“.
Mit einem optimistischen Ausblick auf den Ausgang der Bundes- und der Landtagswahl klang die Veranstaltung aus. „Das Spiel ist nicht nach 90 Minuten und auch nicht nach 92 Minuten aus, sondern dann, wenn der Schiedsrichter abpfeift!“, sagte Manfred Gösch. Drei Wochen Wahlkampf liegen noch vor uns. Dem optimistischen Ausblick schloss sich die Ortsvereinsvorsitzende Dr. Ilja-Kristin Seewald an: „Lasst uns gemeinsam für den Regierungswechsel im Land und im Bund kämpfen.“

 

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