Jahreshauptversammlung 2003 - Ergebnis

Veröffentlicht am 31.01.2003 in Presse

Die SPD-Königstein hat einen neuen Vorstand gewählt. Mit großer Mehrheit wurde Gabriele Klempert zum vierten Mal in Ihrem Amt als Vorsitzende bestätigt. Das Amt des Stellvertreters übernahm der Stadtverordnete Dieter Vollmer, gefolgt von Daniela Schopp als Schriftführerin und Birgit Gehrken als Kassiererin. Für die Pressearbeit soll künftig der Stadtverordnete Erhard Becker zuständig sein.

Diskutiert wurde am Rande der Vorstandswahlen über die Weiterführung noch offener Projekte, deren Umsetzung nach dem Weggang von Klaus Dehler nach Meinung der SPD in den Sternen steht.

Auch wenn der von Klaus Dehler zusammen mit der CDU bevorzugte „Großumbau“ des Kreisels nun wohl endgültig im Papierkorb landen wird, solle man nun wenigstens den „Kleinen Umbau“ voranbringen.

Voranzubringen sei auch der Bau der neuen Stadthalle, auch wenn dieses Haus für Bürger und Vereine vielleicht in kleinerer Dimension enstehen könnte. Alle anderen Lösungen sind nur Flickwerk, war die Versammlung sich einig.

Auch ein neues Pflegeheim geht ganz oben auf der Wunschliste der Sozialdemokraten. So will man prüfen, ob nicht statt des einst angedachten, aber wohl ersthaft nicht zu realisierenden Hotels, neben dem Kurbad, oberhalb der Adelheidstrasse ein Pflegeheim errichtet werden könnte. „Es kann nicht angehen, dass Königstein für den Tennisclub Gelände zur Verfügung stellt, aber nicht in der Lage ist, für seine pflegebedürftigen Bürger eine angemessene Versorgung gewährleisten“ meint die Vorsitzende und ergänzt, dass auf allen möglichen Hügeln Platz für teure Wohnanlagen ist, nur für Kranke, ältere Menschen oder Geringverdiener wird in der Stadt nichts getan.

Zur Kulturpolitik beklagte die neue, alte Vorsitzende noch einmal den ihrer Meinung nach mißlungenen Umbau des Heimatmuseums. Großen Anklang hingegen fand die Idee der Aufstellung des Brunnens der Partnerstadt Le Mele neben dem Denkmal der Gefallenen des Deutsch-französischen Krieges an der Limburger Straße. „Noch ist nichts verloren“ berichtete Thomas Barz, denn auch aus den Reihen der CDU habe durchaus Zustimmung vernommen und hofft, dass der Antrag vielleicht doch im Mai in der Stadtverordnetenversammlung Zustimmung erfährt.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Nacht- und Nebelaktion von Bürgermeister Fricke, der in der Konrad-Adenauer-Anlage die Eibenhecken abholzen ließ, um die Jugendlichen zu vertreiben. „Anstatt diese aufzusuchen, sie zu motivieren etwas Gescheites mit ihrer Freizeit anzufangen, vertreibt man sie sonstwohin“, empörte sich Gabriele Klempert und fügte hinzu: „Das ist abgesehen vom Frevel an den schönen Hecken keine seriöse Jugendarbeit, das ist Schikane und einer Schulstadt nicht würdig“.

Etwas Verwirrung verursachte die jüngste Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung zur Bebauung der Mammolshöhe. Hatte man sich noch wenige Tage zuvor auf Drängen des Mammolshainer Ortsbeiratsmitglieds Ingrid Reimer einvernehmlich auf eine Ablehnung des Vorhabens geeinigt, enthielten sich die Mandtagsträger auf der Stadtverordnetenversammlung. Zukünftig will man eine bessere Abstimmung zwischen den Gremien herbeiführen, lautete anschließend das versöhnliche Angebot.

Aber auch das Wahldesaster der Landtagswahl war Thema der Jahreshauptversammlung, auch wenn die Königsteiner SPD keine Abwanderung an Mitgliedern verzeichnen mußte. Austritt und Eintritt hielten sich erfreulicherweise die Waage, freut sich die frische gebackene Vorsitzende und fühlt sich mit den Königsteiner SPD-Genossen auf dem richtigen Weg. Nun gilt es aber, die Kernkompetenz der SPD wieder sichtbarer zu machen, eine Politik sozialer Gerechtigkeit. Zu diesem Thema wurde noch weit nach 22 Uhr intensiv und konstruktiv ein Antrag diskutiert, um diesen dann am Ende einstimmig zu beschließen.

Ausdauer und Kreativität und ein entspanntes aber intesives Diskussionsklima zeichnete diese Jahreshauptversammlung aus, zu der 21 Mitglieder erschienen waren.

 

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