Der Fraktionsvorsitzende der SPD Königstein. Thomas Barz, sieht nicht nur die Fortführung des Pädagogischen Instituts in Falkenstein durch Bürgermeister Fricke sowie der CDU-Fraktion gefährdet, sondern nun auch die Verleihung des Königsteiner Eugen-Kogon-Preises. Um dies zu verhindern, hat die SPD für die kommende Stadtverordnetenversammlung einen Antrag vorgelegt.
Eugen Kogon hat sich als Publizist und Professor für Politologie weit über Deutschland hinaus als „Gewissen der Nation“ einen Namen gemacht und f ür sein Bekenntnis zum katholischen Christentum und als vehementer Vertreter der Demokratie sieben Jahre unter Hitlers Regime im KZ verbracht. Nach dem Krieg hat sich Kogon fast vierzig Jahre als Bürger dieser Stadt für eine lebendige Demokratie und deren beständige Wahrnehmung im politischen Alltag eingesetzt.
Unter Bürgermeister Huke waren für diesen Preis im vergangenen Haushalt noch 10.000 Mark bereitgestellt, sowie Kapazitäten zu dessen Verwaltung zugesagt worden. Der Preis sollte jährlich im Rahmen eines Symposiums und einer Feierstunde für herausragende publizistische, erzieherische, politische und kulturelle oder vorbildliche persönliche Leistung vergeben werden.
„Bürgermeister Siegfried Fricke scheint diese Entscheidung nun wieder rückgängig machen zu wollen, denn im Haushalt ist dieses Preisgeld nicht mehr vorhanden und auch seine Anwesendheit bei Kuratoriumssitzung hat Fricke zunächst abgesagt und erst in letzter Minute einen Ersatz geschickt“, weiß Gabriele Klempert, Vorsitzende der SPD-Königstein und fügt hinzu: „Angesichts der zunehmenden Zahl an Nichtwählern und dem Schwinden von politischem Interesse bei vielen Jugendlichen ist dies Verleihung eines Eugen-Kogon-Preises eine Visitenkarte Königsteins, die weit über die Region hinaus reicht. Es wäre ein schlechtes Zeichen, wenn Königstein mit immerhin drei Gymnasien am Ort dieses Ereignis fallen läßt“ und fügt warnend hinzu, dass andere Kommunen bereits darauf warten, diesen Preis vergeben zu dürfen.