Das diesjährige Sommerfest der SPD-Königstein war dem Erhalt des Falkensteiner Pädagogischen Instituts gewidmet, das Anfang des Jahres 2002 endgültig geschlossen werden soll. Mit diesem renommierten Bildungsinstitut geht eine Einrichtung zugrunde, die weit über Königstein hinaus bekannt ist.
„Dabei hätte das Institut durchaus eine Chance, wenn man denn nur wolle“ erläuterte der Direktor Günter Vieser, „Anfragen für das Jahr 2002 gab es genug, und wird es weiterhin geben, da viele Einrichtungen dieser Art zur Zeit geschlossen werden. Regelmäßig hat z. B. die Altkönigschule in Kronberg hier Schülerseminare der Oberstufe durchgeführt, die sich nun andere Räume suchen müssen und nicht wissen, wohin."
Bei einer Führung durch das Haus, das man noch 1989 mit viel Geld saniert hatte, wurde deutlich, dass die Seminarräume den modernsten Ansprüchen genügen, nur die Zimmer mit zur Zeit 52 Betten genügen nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Hier wäre eine Investition von rund 10 Millionen Mark erforderlich, um das Haus als modernes Seminarhotel führen zu können.
Das Land hingegen möchte die Liegenschaft verkaufen. Für mögliche Investoren ergeben sich allerdings erhebliche Einschränkungen, da nicht nur der Hörsaal unter Denkmalschutz steht, sondern noch etliche Nutzungs-Auflagen bestehen, so dass viele potentielle Investoren bereits abgewunken haben. Der Preis, den das Land mit dem Verkauf erzielen könnte, ist noch ebenso offen, wie die Fragen der Nutzung dieser Liegenschaft, bestätigt auch die Landtagsabgeordnete Hildegard Klär.
Gabriele Klempert, die Vorsitzende des Ortsvereins der SPD, möchte die Bildungseinrichtung unbedingt erhalten wissen, „schließlich ist Königstein mit vier weiterführenden Schulen am Ort eine Stadt der Schulen, warum nicht auch der Weiterbildung?" Wegen der Schließung des Help und dem Ende der Ostakademie, steht nun außerdem auch noch die Durchführung der Verleihung des Eugen-Kogon-Preises auf dem Spiel, da der Stadt nun die Einrichtungen und die Köpfe fehlen werden.
Königstein ist auf der Landkarte der Bildungseinrichtungen gestrichen, meint auch der Stadtverordnete Joachim Hewel, „und ganz bitter wird die Lage, wenn nicht einmal mehr das Haus der Begegnung für Veranstaltungen zur Verfügung stehen wird“ fügt er hinzu.
Königstein wäre gut beraten, das Haus in Falkenstein als Bildungseinrichtung zu erhalten. Welcher Art diese sein kann, darüber sollte Bürgermeister Fricke so schnell und so laut wie möglich mit den Mandatsträgern der Stadt nachdenken, betont Gabriele Klempert, die Investoren drängeln sich nicht und möglicherweise ist die Immobilie für Königstein sehr preiswert zu erwerben. Man sollte da nichts anbrennen lassen, sagt sie, während sie die Bratwürste auf dem Grill wendet.