Die Hessische Landesbahn muss endlich handeln!

Veröffentlicht am 22.08.2018 in Presse

Mehr Einnahmen, kein besserer Service – SPD-Politiker fordern: Die Hessische Landesbahn muss endlich handeln!

Die Gleichung geht schon lange nicht mehr auf: Mehr Fahrgäste, mehr Einnahmen, aber veraltete und zu kurze Züge. Das Bild gibt die Hessische Landesbahn (HLB) auf der wichtigen Pendlerstrecke RB12, der „K-Bahn“, zwischen Frankfurt und Königstein ab. Am Freitag, den 24. August, machen sich Thorsten Schäfer-Gümbel, SPD Spitzenkandidat und Nancy Faeser, Direktkandidatin im Wahlkreis Main-Taunus Ost bei der Landtagswahl in Hessen, ein Bild von der Lage vor Ort in Liederbach und Kelkheim, wo die SPD-Ortsvereine mit Infoständen zur Mobilität informieren. „Die Menschen, besonders im Rhein-Main-Gebiet, haben genug vom täglichen Stau auf den Straßen und Autobahnen. Wir wollen eine Verkehrs- und Mobilitätswende in Hessen. Dazu werden wir den öffentlichen Personennahverkehr deutlich ausbauen“, erklärt die Landtagsabgeordnete Nancy Faeser die Ziele der SPD, „Nur mit einem attraktiven Angebot bei Bus und Bahn kann das gelingen. Das hat für uns höchste Priorität.“
An einem attraktiven Angebot mangelt es besonders bei der „K-Bahn“, stellen die Vertreter der SPD-Ortsvereine entlang der Strecke weiter fest und schlagen Alarm: „So geht es nicht weiter“, meinen Nicole Dittmar, Dr. Ilja-Kristin Seewald und Kalle Debus, die drei Vorsitzenden der SPD- Ortsvereine Liederbach, Königstein und Kelkheim sowie Katrin Wagner, Vorsitzende der Kelkheimer Jusos.
 

„Ein sehr gutes Zeichen für ein Umdenken bei der Mobilität“, finden die SPD Kommunalpolitiker grundsätzlich die wachsenden Fahrgastzahlen auf der Linie RB12, nur: „Seitens der Hessischen Landesbahn muss jetzt dringend gehandelt werden. Der Unmut der Fahrgäste über überfüllte und nicht klimatisierte und immer öfter ausgefallene Züge muss ernst genommen werden und endlich eine Reaktion folgen. „Man fühlt sich wie eine Ölsardine in der Dose und ist durch fehlende Klimatisierung in veralteten Zügen schon durchgeschwitzt, wenn man auf der Arbeit ankommt“, so Katrin Wagner. Die junge Kelkheimerin, die wie viele auf die Bahn angewiesen ist, engagiert sich mit SPD und Jusos vor Ort schon seit langem für Verbesserungen. 
Hinzu kommt der Eindruck vieler Fahrgäste, dass die HLB die wenigen vorhandenen Züge und Waggons falsch einsetzt. So fahren beispielsweise morgens um 8 Uhr drei halbleere Waggons von Frankfurt nach Königstein, während lediglich ein Waggon Richtung Frankfurt fährt. „Bei uns in Liederbach ergibt sich sogar des Öfteren die Situation, dass überhaupt niemand mehr zusteigen kann in die übervoll besetzten Züge“, schildert Nicole Dittmar die Sicht vieler Liederbacher Bahnfahrer. „Den Königsteinern wiederum fallen die in Stoßzeiten schon ab Frankfurt bis auf den letzten Platz randvoll besetzten Züge auf“, ergänzt Ilja-Kristin Seewald die Schilderung über die Zustände. 
Zu Recht herrscht Unverständnis unter den Pendlern über diese Unternehmensstrategie und die unzureichenden Antworten der HLB bisher, finden die Kommunalpolitiker. Doch sämtliche Beschwerden, eine Petition und Gespräche auf allen möglichen Ebenen sind bisher im Sande verlaufen. Zuletzt hatten die Sozialdemokraten in Kelkheim auf Initiative der Jusos Bürgermeister Albrecht Kündiger samt Magistrat per erfolgreichem Stadtparlamentsbeschluss aufgefordert, sich bis August dieses Jahres für Verbesserungen einzusetzen, weiß der dortige Parteivorsitzende Kalle Debus zu berichten. Die Antwort dazu steht indes noch aus. Auch in Liederbach und Königstein war die Bahn immer wieder Gesprächsthema der Lokalpolitiker. 
Dabei kommt es nun schon seit gut einem Jahr vermehrt zu Kapazitätsengpässen bei der „K-Bahn“. Dies liegt zum einen daran, dass die Fahrgastzahlen gestiegen sind. Vor allem liegt es aber daran, dass seitens des Betreibers der Strecke, der HLB, immer häufiger Kurzzüge eingesetzt werden. Zudem fallen die Züge immer öfter aus. Mitunter bleiben sie auf der Strecke liegen. Bei einer größtenteils eingleisigen Strecke bedeutet dies, dass der gesamte Zugverkehr für unbestimmte Zeit lahmgelegt wird. „Es hört sich nicht nur dramatisch an, es ist es auch“, geben die vier SPD-Vorsitzenden einig zu Protokoll.


Die SPD Politiker fordern deshalb die HLB und RMV nun in einer konzertierten Aktion vehement auf:

  • dringend eine bessere Koordination der Zugwaggons und mehr Waggons umzusetzen
  • nach Möglichkeit endlich auch klimatisierte Züge einzusetzen
  • Umsetzung des positiv begutachteten und damit möglichen 15-Minuten-Taktes auf einem Teil der Strecke (Kelkheim bis einschließlich Höchst) in den Stoßzeiten
  • am Sonntag ebenfalls einen 30-Minuten-Takt einzuführen
  • endlich zu handeln und nicht weiter mit wirtschaftlichen Ausreden zu kommen: Die Mehreinnahmen aus den höheren Fahrgastzahlen und den Preiserhöhungen müssen sichtbar zu einem besseren Service führen. Dann geht die Gleichung auch wieder auf!
 

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