Düstere Wolken über dem Haus der Begegnung

Veröffentlicht am 27.06.2006 in Presse

Die düsteren Wolken über dem Haus der Begegnung sind noch nicht abgezogen, fürchten die Königsteiner Sozialdemokraten und mahnen einen ehrlichen Umgang mit dem Sanierungsvorhaben zum Haus der Begegnung an. Darüber hinaus bittet die SPD auf der Suche nach zukunftsfähigen Konzepten auch die Königsteiner Bürger um Mithilfe.

Obwohl alle Fraktionen dem Antrag der SPD auf Erhalt des Haus der Begegnung nun zugestimmt haben, steht dennoch zu fürchten, dass es am ernsthaften Willen fehlt. Der Magistrat und Bürgermeister Helm sind gut beraten, wenn sie das Sanierungsvorhaben nicht nur denen überlassen, die seit Jahren für den Abriß plädieren, empfiehlt Hartmut Paulsen, Fraktionschef der SPD.

Dass starke Gegenkräfte weiterhin aktiv sind, zeigt besonders die FPD und läßt noch vor Beginn der Sanierungsbemühungen verlauten, sie würde das Haus der Begegnung gegebenenfalls dem Kurbad opfern. Und auch einige CDU Mandatsträger scheinen dem Erhalt weiterhin kritisch gegenüber zu stehen. Damit das Haus der Begegnung aber nicht von Anfang an kaputt gerechnet wird, setzt sich die SPD z. B. für eine schrittweise und sparsame Sanierung ein. Gerade die Bescheidenheit des 1950er Jahre Baus macht das Haus der Begegnung so attraktiv, auch wenn das heute kaum noch sichtbar ist, meint Gabriele Klempert, die den denkmalpflegerischen Aspekt hervorhebt.

Viele Details des Hauses und sein Umfeld könnten sowohl für ein Sanierungs- als auch für ein Nutzungskonzept bei der Suche nach Investoren als dickes Plus gelten. Leider hat man das aufgrund fehlender Markting- und Stadtentwicklungskonzepte bis heute übersehen. Darum verlangt die Suche nach Investoren nach neuen Rezepten, gibt Paulsen zu bedenken und fordert die Verwaltung auf, an dieser Stelle besonders kreativ zu werden. „So könnten zum Beispiel für das Haus der Begegnung Finanzmittel aus der EU generiert werden“ fügt Paulsen hinzu, „schließlich ist das Haus der Begegnung und Königstein in den neuen EU-Ländern bestens bekannt und könnte als Veranstaltungszentrum viel zur Förderung des europäischen Gedankens beitragen“.

Wenn CDU und FDP allerdings immer noch den Abriß im Sinn haben, war ihre Zustimmung zum SPD-Antrag nur ein Lippenbekenntnis und die alten Argumente werden auch die neuen sein. Damit das nicht geschieht, bitten die Sozialdemokraten alle Köngsteiner Vereine, aber auch Institutionen und Unternehmen sowie alle Königsteiner Bürger um aktive und kreative Mithilfe. Dabei ist jede Idee willkommen und sei sie noch so abwegig. Die Sozialdemokraten bieten sich gern als Moderatoren an, denn auch aus scheinbar verrückten Ideen sind schon viele erfolgreiche Projekte hervorgegangen, meint Gabriele Klempert und freut sich über jeden Vorschlag aus der Königsteiner Bevölkerung.

 

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