Als Vorsitzende wurde Gabriele Klempert mit großer Mehrheit bestätigt, als 1. Stellvertreter wurde ebenfalls mit großer Mehrheit der amtierende Fraktionsvorsitzende Erhard Becker gewählt. Dieter Vollmer kandidierte nicht mehr für dieses Amt, er möchte sich verstärkt seiner Tätigkeit in der Fraktion widmen. Als Schatzmeisterin wurde Birgit Gehrken bestätigt. Das Amt der Schriftführerin übernahm Karin Winhold. Die Aufgabe der Pressesprecherin sowie die Betreuung des Internet erhielt Daniela Schopp. Als Beisitzer gehören dem neuen Vorstand an: Fritz Göbel, Hartmut Paulsen, Ingrid Reimer und Horst Walz.
Nachdem die Vorsitzende Gabriele Klempert und der Fraktionsvorsitzende Erhard Becker zu den aktuellen politischen Ereignissen in Königstein ausführlich Stellung bezogen hatten, folgte eine lebhafte Diskussion, die nicht zuletzt auch die Vorgänge um den Erhalt des Rodelbergs betraf.
In diesem Zusammenhang verabschiedeten die Mitglieder der SPD einstimmig einen Antrag zur Stärkung der Rechte der Ortsbeiräte. Dieser Antrag, der auf der kommenden Unterbezirkskonferenz der SPD Hochtaunus eingebracht werden soll, sieht vor, die Hessische Gemeindeordnung dahingehend zu verändern, dass den Ortsbeiräten ein Vetorecht eingeräumt wird, wenn es um deren eigene Belange geht.
Es kann nicht sein, so Erhard Becker, dass die Ortsbeiräte nur angehört werden und sie auch bei einstimmiger Ablehnung von einer Stadtverordnetenversammlung überstimmt werden können. Auf diese Weise wird die ehrenamtliche Mitarbeit in den Ortsbeiräten untergraben und ermuntert künftig kaum jemanden, sich in diesem demokratisch und bürgernah gewählten Gremium zu engagieren.
Im kommenden Amtsjahr haben die Sozialdemokraten, neben einem Wahlkampf zur Europa-Wahl im Juni, drei Themenbereiche besonders ins Auge gefaßt. So geht es ihnen zu allererst um den Erhalt des Pflegeheims Haus Raphael. Nachdem Gabriele Klempert aufgrund einer Anfrage im Kreistag vom Landrat Banzer erfahren hat, dass von dort keine Unterstützung für den Erhalt des Heimes zu erwarten ist, steht Bürgermeister Fricke nun in der Pflicht, seine Karten auf den Tisch zu legen, wie er den Fortbestand zu sichern gedenkt.
Des weiteren steht für die Königsteiner SPD die Forderung nach mehr preiswerten Wohnungen auf der Agenda ebenso wie der längst überfällige Ausbau des Kreisels und die Einrichtung weiterer Tempo 30-Zonen in Wohngebieten.
Die Jahreshauptversammlung der Sozialdemokraten verlief in überaus konstruktiver und harmonischer Geschlossenheit und man geht durchaus zuversichtlich in das neue Amtsjahr, obwohl die Zeiten für die Sozialdemokratie nicht rosig scheinen.