Wertvolle Gebäude sinnvoll nutzen, statt sie abzureißen oder verwahrlosen zu lassen, das fordert die Königsteiner SPD. Falls der Bürgermeister weiterhin tatenlos bleibt, fürchtet die SPD einen nachhaltigen Imageschaden für die Kurstadt.
Wertvolle Gebäude sinnvoll nutzen, statt sie abzureißen oder verwahrlosen zu lassen, das fordert die Königsteiner SPD. Falls der Bürgermeister weiterhin tatenlos bleibt, fürchtet die SPD einen nachhaltigen Imageschaden für die Kurstadt.
Nicht genug, dass das einst unter Denkmalschutz stehende „Haus der Begegnung“ als Spekulationsobjekt verkommt, droht jetzt der Stadt eine weitere Spekulationsruine in Gestalt des leerstehenden, ehemaligen Albertus-Magnus-Kolleg, das sich im Besitz des Bistums Limburg befindet.
Erhard Becker, Fraktionsvorsitzende der SPD, will darum auf der nächsten Stadtverordnetenversammlung von Bürgermeister Fricke wissen, ob von Seiten der Stadt Pläne bestehen, was mit dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude geschehen soll, falls sich weiterhin, wie schon für andere Königsteiner Immobilien kein Käufer findet.
Entgegen der Behauptung von Bürgermeister Fricke, sieht die SPD dort gute Möglichkeiten, preiswerten Wohnraum zu schaffen. Viele erinnern sich noch daran, dass junge Familien auf die eigens für sie errichteten Häuser am Seilerbahnweg verzichten mußten, weil sie zu teuer waren. Viele junge Leute, aber auch kleine und mittlere Angestellte würden gern in Königstein wohnen, wenn sie es sich leisten könnten. Doch diesen Teil der Königsteiner Bürger scheint Fricke zu übersehen. Statt dessen schafft er lieber teure Wohnungen für Menschen, die mehrheitlich hier weder leben noch arbeiten, sondern sich meist nach Frankfurt hin orientieren.
Darüber hinaus fordert die Königsteiner SPD eine erneute Prüfung, ob nicht auch das „Haus der Begegnung“ als Festhalle und Tagungszentrum zu sanieren ist. „Die Anlage darf man nicht einfach vergammeln lassen“ meint Gabriele Klempert. Sie zitiert den Bad Nauheimer Architekt und Denkmalexperten Gustav Jung, der durchaus Möglichkeiten sehe, diesen Gebäudekomplex zu sanieren. Dafür könnte es sogar Zuschüsse vom Land geben, wenn man den Denkmalschutz wieder aufleben ließe.
Erhard Becker warnt davor, schon wegen der Konkurrenz von Kronberg und Oberursel und der massenweise leerstehenden Büros im Frankfurter Raum, noch länger vergeblich auf Großinvestoren zu hoffen und fordert endlich sinnvolle Entscheidungen. Auf teure Prestigeobjekte kann Königstein gut verzichten und sich auf das besinnen, was da ist.
„Bauliche Bescheidenheit ist angesagt,“ meint auch Gabriele Klempert. „die ist nicht nur meist preiswerter, sondern verfügt über einen ganz eigenen Charme, der sich gut in das vorwiegend historisch geprägte Stadtbild einfügt“. Und auch für die leerstehenden Immobilien in der Kernstadt gibt es viele Möglichkeiten der Belebung. Wie das gehen kann, macht Kronberg zur Zeit vor. Dort werden in denkmalgeschützten Häusern preiswerte Wohnungen eingerichtet. Viele Senioren und viele junge Leute wären froh, in der Kernstadt eine bezahlbare Bleibe zu finden.
17.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Schneidhain
19.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Kultur-, Jugend- und Sozialausschuss
20.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Falkenstein
24.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Mammolshain
26.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Bau- und Umweltausschuss
03.09.2026, 19:00 Uhr - 22:30 Uhr Stadtverordnetenversammlung
01.10.2026, 19:00 Uhr - 22:30 Uhr Stadtverordnetenversammlung
19.10.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Schneidhain
21.10.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Kultur-, Jugend- und Sozialausschuss
22.10.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Falkenstein