Innerhalb der Geltungsbereiche der zwischen Kronberg und Königstein erst vor wenigen Jahren abgestimmten Bebauungspläne "Opel-Zoo" werden der Philosophenweg und der Scheibelbuschweg als öffentliche Verkehrsflächen mit der besonderen Zweckbestimmung Fußwege zwischen den beiden Städten festgesetzt.
Damit werden öffentliche Zugänglichkeit und Nutzung gewährleistet. Beide Fußwege sollten zudem Bestandteil der Regionalparkplanung des Regionalparks RheinMain sein, die zum Ziel hatte, den Opel-Zoo als besondere Attraktion in das Regionalparkroutenkonzept einzubinden. Gemäss dem Planungskonzept war vorgesehen, den Philosophenweg als Regionalparkweg aufzunehmen und eine Regionalparkroute weiterzuführen als Anbindung an die Routen im Bereich Königstein-Mammolshain. Der Scheibelbuschweg oberhalb des Opel-Zoos sollte als Verbindung zum Friedhof Kronberg, Richtung Kronthalquellen und weiter nach Schwalbach aufgenommen werden.
Alles dieses und mehr ist in den von beiden Parlamenten abgestimmten Unterlagen zu den jeweiligen Bebauungsplänen "Opel-Zoo" für jedermann nachzulesen.
Natürlich haben die Bürger und Parteien der beteiligten Städte alles Recht, über Modifikationen dieser gemeinsamen Planungsgrundlage nachzudenken und zu diskutieren. Einseitige Entscheidungen über diese "Geschäftsgrundlage" hinaus ohne Einbindung des anderen ist weder zulässig noch im Sinne guter nachbarschaftlicher Beziehungen. Auch der Opel-Zoo könnte gut beraten sein, hier keinen offenen Konflikt zwischen Kronberg und Königstein ins Rollen zu bringen.
Die Geschichte des Opel-Zoos ist voll von Konflikten zwischen ihm und den Städten Kronberg und Königstein.
Mit den gemeinsam abgestimmten Bebauungsplänen ist seinerzeit ein Grundstein für gute und partnerschaftliche Entwicklung gelegt worden. Sollen wir das ohne Grund in Frage stellen?
Für beide Städte ist der Opel-Zoo heute eine bedeutsame Freizeit- und Erholungseinrichtung. Beide Städte und die Mehrheit ihrer Bevölkerung haben ein großes Interesse, dass sich der Opel-Zoo weiter entwickeln und noch attraktiver wird. Die Lebensqualität beider Städte hat auch etwas mit diesem Zoo zu tun.
Die zur Zeit vor allem in Kronberg laufende Diskussion über die Schliessung des Philosophenweges hat aber zumindest eine Erkenntnis gebracht: Es fehlt an einer Koordinierungseinheit zwischen Kronberg, Königstein und dem Opel-Zoo. Unsere Hessische Gemeinde-Ordnung (HGO) gibt uns die Möglichkeit, entsprechende Kommissionen ins Leben zu rufen. Wir sollten das bald tun, um die Frage des Philosophenweges einvernehmlich zu lösen. Einseitige, wie auch immer begründete Entscheidungen führten, dass zeigt die Geschichte, meist zu einer jahrelangen Fehde zwischen den Beteiligten und das hat als unmittelbar Betroffener der Opel-Zoo nicht verdient...