Obwohl offiziell noch nichts Konkretes vorliegt, wird hinter den Kulissen bereits intensiv über das Für und Wider eines EDEKA- Marktes an der B8 diskutiert.
Obwohl offiziell noch nichts Konkretes vorliegt, wird hinter den Kulissen bereits intensiv über das Für und Wider eines EDEKA- Marktes an der B8 diskutiert.
Dabei will sich die Königsteiner SPD-Fraktion bei diesen laufenden Ränkespielen weder der Meinung anschließen, ein solcher Markt würde die Innenstadt ausbluten, so der Fraktionsvorsitzende Hartmut Paulsen, noch ist sie der Meinung, ein weiterer Supermarkt würde den Investor und Projektplaner des Tengelmann-Zentrums behindern. „Alle Analysen der IHK weisen seit langem darauf hin, dass in Königstein die bestehende Kaufkraft nicht genügend ausgeschöpft wird, weil insgesamt zu wenig Verkaufsflächen zur Verfügung stehen“, meint Paulsen schließt sich auch damit der jüngsten Aussage von Bürgermeister Helm an, Investoren könnten sich einen wirtschaftsunüblichen Wettbewerbsschutz schließlich nicht garantieren lassen.
Darüber hinaus belegen Erfahrungen anderer Kommunen, dass Supermärkte bei guter Detail-Planung an der Peripherie zu aller erst Kaufkraft des Durchgangsverkehrs abschöpfen und die Kaufkraft im Stadtzentrum kaum oder höchstens minimal beeinflussen. „Außerdem haben sich alle Königsteiner Parteien im vergangenen Wahlkampf für die Notwendigkeit steigender Gewerbeeinnahmen ausgesprochen und die aktuelle Finanzlage der Stadt habe diese Einnahmen immer noch dringend nötig“, ergänzt Paulsen seine Ausführungen zur Ansiedlung eines weiteren Gewerbesteuerzahlers.
Doch bevor den Gremien zum Thema Edeka konkrete Entscheidungen zu baurechtlichen und verkehrsbezogenen Aspekten vorgelegt werden fordern die Königsteiner Sozialdemokraten eine solide Ansiedlungs-Planung. Dazu gehören eine aktuelle Analyse und Prognose über die Entwicklung von Einzelhandel und Dienstleistung unter besonderen Beachtung des Mittelstandes in Königstein und Umgebung sowie ein Konzept zur Neubelebung der Innenstadt.
„Die letzte verfügbare Analyse stamme aus dem Jahr 2000“, monieren die Fraktionsmitglieder, Gabriele Klempert und Thomas Villmer und erinnern u. a. an die Absage zur Umbenennung des Parkplatzes in Kapuzinerplatz, der die länst überfällige Gestaltung der Innenstadt zwischen dem neuen Tengelmann-Zentrum und der Fußgängerzone in Gang bringen sollte. Jede Maßnahme zur Verbesserung der Attraktivität der Innenstadt, trägt mehr zur Belebung der Innenstadt bei, als künstliche Wettbewerbsbegrenzungen zugunsten einzelner Investoren, wie von einigen Interessierten vorgebracht.
Auch hofft die SPD, dass der kommende Diskussionsprozess um die Ansiedlung eines EDEKA-Marktes am Rande Königsteins mit gebührender Professionalität erfolgt. „Die Zeit der Flickschusterei und mehr oder weniger offen praktizierter Interessenvertretungen muß endgültig vorbei sein“, betont Hartmut Paulsen und wiederholt seine Forderung nach einem immer noch ausstehenden Stadtleitbild für Königstein. „Für eine erfolgreiche Ansiedlungspolitik ist eine solide kurz- mittel- und langfristige Planung unerlässlich. Die Forderung der SPD ist bis heute auf taube Ohren gestossen, beklagt Hartmut Paulsen diesen immer noch offenen Posten nachhaltiger und erfolgreicher Kommunalpolitik.
17.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Schneidhain
19.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Kultur-, Jugend- und Sozialausschuss
20.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Falkenstein
24.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Mammolshain
26.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Bau- und Umweltausschuss
03.09.2026, 19:00 Uhr - 22:30 Uhr Stadtverordnetenversammlung
01.10.2026, 19:00 Uhr - 22:30 Uhr Stadtverordnetenversammlung
19.10.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Schneidhain
21.10.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Kultur-, Jugend- und Sozialausschuss
22.10.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Falkenstein