Nachdem der international bekannte Fachmann für Kunstverglasungen, Wilhelm Derix aus Taunusstein-Wehen, Anfang des Jahres die Glasfassade des Haus der Begegnung besichtigte, liegt nun der Vorsitzenden der SPD Königstein, Gabriele Klempert, dessen erste Kostenschätzung für die Sanierung der Fassade vor.
Eine Wiederherstellung der Glasfassade nach den Entwürfen des Künstlers Jupp Jost ist nach Einschätzung von Wilhelm Derix nicht nur wünschenswert, sondern auch mit relativ einfachen Mitteln möglich. Abgesehen von der Einzigartigkeit der Glasfassade hält Wilhelm Derix die Architektur des Saalbaues insgesamt für unbedingt erhaltenswürdig und beurteilt insbesondere auch die Decke des großen Saales als heutzutage einmalig.
Die Kosten für eine komplette Sanierung der rund 320 qm großen Glasfassade inclusive Stahlrahmen, werden nach der Schätzung von Wilhelm Derix ca. 1.000 Euro pro Quadratmeter kosten, d.h. insgesamt beziffern sich die heute geschätzten Gesamtkosten auf 320.000 Euro.
Darin sind sowohl die Kosten zur Sicherung der alten Kunstgläser, bzw. deren teilweise Wiederverwendung enthalten, als auch, wo notwendig, eine Neuerstellung. Ebenso enthalten sind die Wiederher- oder Neuerstellung der Bleieinfassungen und eine ist eine klimaschonende doppelte Isolierverglasung, wie sie heute nach der Wärmeschutzverordnung vorgeschrieben ist.
Die Gesamtkonstruktion der Glasfassade besteht zur Zeit im oberen Bereich aus 18 Glasfeldern und im unteren Bereich aus 9 Glasfeldern und 9 Türen, wobei eine Neukonstruktion möglicherweise auch mit 4 Türen, fluchtgerecht ausgestattet, auskommen könnte.
Jetzt kommt es eigentlich nur noch darauf an, so bald wie möglich ein stufenweise angelegtes Sanierungskonzept und einen detailierten Kostenplan vorzulegen. Darüber hinaus wäre auch zu überlegen, auf welche Weise man zur Wiederherstellung der Glasfassade den einen oder anderen Königsteiner als Spender gewinnen könnte.
Wenn darüber hinaus alle Parteien die Verwirklichung des Bürgerbegehrens und damit die Rettung des Haus der Begegnung wirklich ernsthaft betreiben würden, ist der Erhalt des Hauses zu packen, ist sich die Königsteiner SPD sicher.