Die SPD Königstein warnt davor, den künftigen Bedarf an Pflegeheimplätzen zu unterschätzen. Es muß nun endlich ohne Verzögerung ein stadtnahes Grundstück gesucht werden“, fordert die Vorsitzende Gabriele Klempert „damit ein Neubau für das Haus Raphael so schnell wie möglich in Planung gehen kann“.
Die Änderung des Flächennutzungsplanes am Reichenbachweg ist genauso dringlich, wie ein Bebauungsplan und die Ausweisung eines geeigneten stadtnahen Geländes“ fordert auch Thomas Barz, Königsteiner SPD-Fraktionsvorsitzender. Barz versteht nicht, warum Katja Metz von der CDU den Bettenbedarf noch einmal prüfen will, da bei einem Weggang des Ordenshauses Königstein über kein einziges Pflegebett verfügt.
Klempert bestätigt diese Sorge, denn auch die Prognosen des Landrats, der im Frühjahr diesen Jahres auf Anfrage der SPD einen Altenhilfeplan vorgelegt hatte, weißt nach Ansicht Klemperts für das Jahr 2012 nur scheinbar einen Überhang an Pflegebetten aus. Gabriele Klempert, ebenfalls Mitglied des Kreistages, hält diese Prognosen für reine Makulatur. „Erstens wird im Pflegeplan davon ausgegangen, dass die Zahl der Betten in Königstein erhalten bleibt und zweitens ist diese Planung insgesamt viel zu kurz gegriffen“.
Auf einen Aspekt, der bislang nirgendwo Berücksichtigung findet, machte vor wenigen Wochen auch die Leiterin des Seniorenstiftes Hohenwald in Kronberg, Petra Türk, anläßlich eines Besuchs des Arbeitskreis Jugend und Soziales der SPD-Kreistagsfraktion aufmerksam. Mehr noch als die demographische Entwicklung wird für den Bedarf an Pflegeeinrichtungen berücksichtigt werden müssen, dass die Kinder der im Jahr 2012 über 65-jährigen zur Pflege viel weniger zur Verfügung stehen. Nicht nur die Zahl der Kinder wird geringer, sondern die wenigen werden noch weniger zur Verfügung stehen. Denn die Töchter, die sich meist der Pflege der Eltern annehmen, sind immer häufiger berufstätig. „Diese Entwicklung berücksichtigt der Altenhilfeplan mit keiner Zeile“ kritisiert Gabriele Klempert und fordert die Bettenzahl in Königstein nicht nur zu erhalten, sondern auf mindestens 100 zu erhöhen.“