Wenn es um die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen geht, scheint es vielen Kommunen „an Phantasie zu fehlen“, stellt die SPD Königstein fest und fordert für Königstein ein schlüssiges Konzept, die Hartz IV-Reform auch sinngemäß umzusetzen.
Wenn es um die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen geht, scheint es vielen Kommunen „an Phantasie zu fehlen“, stellt die SPD Königstein fest und fordert für Königstein ein schlüssiges Konzept, die Hartz IV-Reform auch sinngemäß umzusetzen.
Wenn Bürgermeister Fricke verlauten ließ, dass man bereits über Erfahrungen mit leichten Gartenarbeiten verfügt, reicht das für die Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten für künftige Arbeitslosengeld-II-Empfänger bei weitem nicht aus. Putzen und Fegen kann es nicht sein.
Nach Meinung der Sozialdemokraten könnten neben sozialen Diensten auch Beratungsdienste für ältere oder behinderte Menschen oder im Jugendhaus in frage kommen. Doch ist für diese Arbeiten nicht jeder geeignet. Darüber hinaus beinhaltet die Reform ausdrücklich neben dem Fordern auch das Fördern, ergänzt Fraktionschef Erhard Becker und erinnert daran, dass die angebotenen Arbeitsgelegenheiten auch den Qualifikationen der Menschen gerecht werden müssen.
Hier führt die Ortsvereinsvorsitzende Gabriele Klempert hervorragende Chancen in der Landschafts- und Denkmalpflege ins Feld. Sie sieht eine Chance, die dringlichsten Sanierungs- und Pflegearbeiten an den Burgen sowie den Park- und Wiesenlandschaften in allen Königsteiner Stadtteilen anzupacken und betont, dass sich in der Landschafts- und Denkmalpflege vom ungelernten Arbeiter bis zum hochqualifizierten Akademiker Aufgaben ergeben, die langfristig sogar neue Perspektiven eröffnen.
Dabei können, ohne dass reguläre Arbeitsplätze wegfallen oder Minilöhne zur Gewohnheit werden, auch heimische Handwerker einbezogen werden. Sie wären nicht nur geeignet, die Beschäftigung zu regeln, sondern auch für eine Aus- und Weiterbildung zu sorgen. Auch die Hofheimer Selbsthilfe-Initiative im Taunus (SIT) sollte wieder stärker in qualifizierende Arbeitsmaßnahmen für Langzeitarbeitlose oder für Menschen mit einem nicht ganz lupenreinen Lebenslauf eingebunden werden. „Nicht nur am Burgkiosk liegen ungenutzte Chancen brach, junge Leute für die Gastronomie fit zu machen, ein Wirtschaftszweig, der immer noch unter Personalmangel leidet“, meint Klempert.
Für die Umsetzung von Hartz IV mahnt die Königsteiner SPD darüber hinaus an, für ein ausreichendes Angebot an preisgünstigem Wohnraum zu sorgen. Angesichts der Vorgaben von Hatz IV, die die Kosten für einen angemessenen Wohnraum regeln, dürfte es für künftige Arbeitslosengeld II - Empfänger wegen der hohen Mieten in Königstein sehr eng werden.
Die SPD Königstein warnt davor, die Hartz IV-Reform nur als ein probates Druckmittel gegenüber arbeitslosen Menschen zu verstehen. Erst Putzen und Fegen, dann wohnungslos ist kein Konzept und widerspricht dem Geist der Reform.
17.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Ortsbeirat Schneidhain
19.08.2026, 20:00 Uhr - 22:30 Uhr Kultur-, Jugend- und Sozialausschuss
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