Auch wenn die Sperrung des Ölmühlweges nicht durch die Stadt Königstein veranlaßt wurde, wie Bürgermeister Fricke öffentlich kund tut, sind die Auswirkungen derselben aber sehr wohl des Bürgermeisters Angelegenheit. Darauf weist die SPD-Königstein hin und beklagt, dass es keine rechtzeitige Information der Bürger in diesem Gebiet gegeben habe.
Und dass Herr Fricke erst aufgrund des Protestes der Stadtverordneten sein Ordnungsamt zur Lösung der dringensten Probleme bemühte, ist ebenso grotesk, wie dass er unsere Mandatsträger auffordert, sich mit ihren Beschwerden an die Landesregierung zu wenden. Ist Roland Koch unser Bürgermeister oder Siegfried Fricke?
Ebenfalls ein Unding ist, dass der gesamte Ölmühlweg von öffentlichen Verkehrsmitteln unversorgt bleibt, der Fußmarsch bis zum Ausbildungszentrum der Dresdner Bank dürfte bis 30 Minuten in Anspruch nehmen, wobei die Straße am Ende keinen Fußweg hat. Um die Fußgänger des betroffenen Ortsteils nicht völlig sich selbst zu überlassen, fordert die SPD die Stadt auf, einen Shuttle-Bus einzurichten, der die Strecke zwischen Ruppertshain und dem Parkplatz Königstein versorgt.
Darüber hinaus sollte man sich rechtzeitig Gedanken darüber machen, welche weiteren Umleitungswege für den Verkehr geöffnet werden können, wenn die Baustelle wandert. Möglicherweise wird man auf den Breulsweg oder den Pionierweg ausweichen müssen. Kann sein, dass Herr Fricke dann auf seine Erfahrungen bei der Bundeswehr zurückgreifen muß, damit diese Wege als Ersatz für den Ölmühlweg nutzbar gemacht werden können. Oder verweist er die Bürger und Mandatsträger dann an den Verteidigungsminister? Und beim ersten Schneefall käme dann eigentlich nur noch Petrus infrage. Die SPD wünscht schon heute einen guten Rutsch.