Da paßt vieles nicht zusammen, stellten die Mandatsträger der SPD-Königstein bei ihrer Beschäftigung mit der Vorlage für den Haushalt 2002 fest. Noch vor wenigen Wochen wurde, um ein weiteres Loch im Stadtsäckel zu vermeiden, ein Teil des Schneidhainer Rodelberges gegen den Willen der Bürger zum Verkauf freigegeben und nun finden sich im Haushalt allein 500.000 Mark, die dem Tennisverein zugute kommen sollen.
Das ist grotesk und die SPD wird keinesfalls diesem Ansatz zustimmen, betont der Fraktionsvorsitzende Thomas Barz, und führt andere, längst überfällige Wünsche auf. So sei zum Beispiel das Wahlversprechen einzulösen, für einen besseren Verkehrsfluss am Kreisel zu sorgen, dafür aber habe man keine einzige müde Mark im Haushalt 2002 finden können.
Auch die Personalpolitik läßt viele Fragen offen. So rückt Bürgermeister Fricke den ehemaligen Leiter des Ordnungsamtes in eine Position, die für das Stadtmarketing zuständig sein soll, ohne beschreiben zu können, was diese konkret beinhaltet. Daneben wird ein neuer Mitarbeiter für den für einen Tag angewärmten Chefsessel einer in den Sternen stehenden Stadtmarketing und Veranstaltungs-GmbH gesucht. Dieses Durcheinander von Personalkarussel im Rathaus zeigt, dass es dem Bürgermeister sowohl an konzeptioneller als auch an personeller Weitsicht fehlt.
Da wäre es für das Image einer Kurstadt schon förderlicher, endlich die längst überfällige Stelle in der Drogenhilfe zu schaffen. Denn, wie seit einiger Zeit zu beobachten ist, etabliert sich in Königstein wieder eine offene Drogenszene. Die SPD fordert seit langem eine solche Verstärkung im Jugend- und Sozialamt und was in Kronberg möglich ist, sollte auch für Königstein als einer Stadt mit immerhin drei weiterführenden Schulen möglich sein.