Seit Jahren wird über das Kurbad diskutiert, werden Pläne entworfen und verworfen. Je länger zugewartet wird, um so teurer wird die Sanierung des denkmalgeschützten Kurbades in Königstein. Wurden zunächst unter 10 Millionen Euro für die Sanierung veranschlagt, finanziert über den Verkauf des Wiesengrundstücks und die Aufnahme von Krediten zu ungefähr gleichen Teilen, liegen die Kosten durch die zeitliche Verzögerung bei mittlerweile über 10 Millionen Euro. Angesichts der schlechten Haushaltslage hat die der Stadt Königstein zudem derzeit keine Genehmigung für die Aufnahme von Krediten. Vor dem Hintergrund sieht der aktuelle Vorschlag der Verwaltung ergänzend zum Verkauf Wiesengrund weitere massive Grundstücksverkaufe vor. Diese Verkäufe haben zum Teil eine bedenkliche soziale Schieflage, z.B. der Verkauf von Wohnungen in der Thewaltstraße oder des Jugendhauses, werden uns für andere Investitionen fehlen, und: Wir können nur ein Mal verkaufen! Aus Sicht der SPD gibt es Alternativen zur reinen Finanzierung über Grundstücksverkäufe. Die SPD hat bereits vor zwei Jahren einen Prüfantrag gestellt, wonach der Magistrat der Stadt Königstein prüfen sollte, inwiefern Bürgeranleihen eingesetzt werden können. In anderen Städten werden diese Bürgeranleihen sehr erfolgreich seit Jahren praktiziert, um es Bürgern bei Einschaltung eines Kreditinstituts zu ermöglichen, sich an der Finanzierung von Investitionsvorhaben zu beteiligen. Im Antrag hatte die SPD formuliert: „In Königstein wäre diese Finanzierungsform u.a. auch für die Sanierung des Kurbades eine mögliche Alternative“ (Prüfantrag vom 11. Oktober 2012) Genau so gut könnte statt einer Bürgeranleihe auch die Einrichtung eines Bürgerfonds als Finanzierungssäule eingeplant werden, wie es bei der Finanzierung des Hauses der Begegnung auch vorgesehen war. Es gäbe also Alternativen zur reinen Finanzierung über Grundstücksverkäufe. Die SPD schätzt, dass über diese alternativen Finanzierungsformen bis zu 2 Millionen Euro eingenommen werden können.




