Vorschläge zur Innenstadtgestaltung sind stimmig, aber braucht es ein Parkdeck, welche Priorität hat das Projekt?

Veröffentlicht am 24.02.2019 in Presse

Vorstand, Mitglieder und Fraktion der Königsteiner SPD haben sich intensiv mit den Vorschlägen zur Innenstadtgestaltung des Magistrats befasst, die der Bürgermeister der Stadtverordnetenversammlung Anfang des Monats vorgestellt hat. Die mit dem Ziel „Verbesserung der Aufenthaltsqualität“ begründeten Vorschläge erscheinen stimmig, wobei es der SPD dabei nicht nur um die Anliegen der Geschäfte geht, sondern auch um die der in Königstein wohnenden Menschen: Sie sollen den „vom Parkplatz zum Platz im Park“ gewandelten Innenstadtbereich als ihren Platz begreifen und stärker nutzen. 

Auf Skepsis und Vorbehalte stößt allerdings das geplante Parkdeck unter dem Rosengarten. Die Königsteiner SPD schlägt vor, erst einmal die Bestandsaufnahme an öffentlichen und privat betriebenen Parkplätzen zu erstellen und auszuwerten, die die SPD mit der Anfrage ihrer Stadtverordneten Inken Schmidt im Stadtparlament angeregt hat. 

Bevor man schwerwiegende Eingriffe in die Parkanlage vornimmt, mit geschätzten Kosten in Höhe von 2 Millionen Euro, sollte sichergestellt werden, dass der geplante effektive Zuwachs von 51 Plätzen wirklich benötigt wird. Dabei ist nicht nur das heutige Mobilitätsverhalten der Bürger zu sehen, sondern auch die absehbaren Entwicklungen, die der automobile Individualverkehr nehmen wird. Intelligente Vernetzung der Verkehrssysteme, Carsharing, Ausbau und stärkere Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs werden eine künftig größere Bedeutung haben.  

Sinnvoll ist es daher, sich über die Abwicklung des öffentlichen Nahverkehrs durch Busse intensiv Gedanken zu machen, wie es in den verschiedenen Planungsvarianten geschieht. Auch die übrigen Bauelemente des Vorschlags wie Pavillon mit Bürgerbüro, Brunnen, einem schöneren Wartebereich für die Bushaltestelle sind vielversprechend. Sie sollten planerisch weiterverfolgt werden.

Die SPD Königstein weist im Übrigen darauf hin: Die Liste unerledigter Vorhaben in Königstein ist lang. Die Frage stellt sich, ob es sinnvoll ist, sie noch um ein Projekt zu verlängern, zumal die Finanzierung dieses Vorhabens aus heutiger Sicht nicht gesichert ist.  Die SPD schlägt vor, sich auf die Dinge zu konzentrieren, für die es schon seit langem Beschlüsse gibt, die umgesetzt werden müssen. Zum Beispiel Kinderbetreuung, Kurbad, bezahlbares Wohnen sind aus Sicht der SPD vordringlich. 

 

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